World Wide Web ist (nicht) gleich Internet

 
  • Surfen, Links und Sites - fremde Wörter für einfache Dinge
  • Web im "landläufigen" Verständnis: der Hypertext-Dienst HTML 
  • Orientierung im Web - Suchmaschinen und Kataloge
  • Surfen, Links und Sites - fremde Wörter für einfache Dinge

    Ein Browser zum Surfen

    Wenn Sie diesen Text auf dem Bildschirm lesen, wissen Sie bereits, was "Surfen" ist; Sie haben es bereits getan oder tun es gerade. Auf Ihrem Computer läuft ein Programm, welches Ihnen diesen Text auf dem Bildschirm anzeigt - ein sogenannter BROWSER wie Netscape oder der Internet-Explorer. Sie haben bereits bemerkt, dass Ihr Mauszeiger sich an machen Stellen verändert und zu einer "Hand mit Drücke-Finger" wird. An diesen Stellen - meist ist es ein unterstrichener Text oder ein Bild - können Sie durch einen Mausklick einen "Sprung" durchführen. Dieses Springen nennt man SURFEN; nur gleiten wir nicht von Welle zu Welle, sondern von Text zu Text.

    Ein Link schafft Verbindung

    Möglich werden die Sprünge durch verborgene Verknüpfungen: "Hinter" der herausgehobenen Stelle, bei der aus dem Mauszeiger ein "Drücke-Finger" wird, liegt für den Browser eine Angabe, wohin gesprungen werden soll. Dabei ist es völlig egal, ob Sie im gleichen Dokument springen - wie hier von den Überschriften am Anfang des Textes zum entsprechenden Textteil - oder ob Sie in ein Dokument springen, was ganz wo anders liegt - und sei es auf einem Rechner in Australien. Eine solche Verknüpfung zu einer anderen Textstelle oder zu einem anderen Dokument nennt sich LINK. Der Browser, mit dem Sie diese Seiten betrachten, verwaltet also auch diese Links und lädt, wenn Sie einen davon angeklickt haben, das zugehörige Dokument.

    Wo bin ich gerade?

    Wo Sie sich gerade befinden, können Sie ungefähr an der Adresse ablesen. Jede Adress-Angabe enthält einen dreiteiligen Kern, der weltweit-eindeutig einen bestimmten Computer bezeichnet. Der letzte dieser drei Teile zeigt grob, wo man sich befindet: "de" für Deutschland, "fr" für Frankreich, "uk" für United-Kingdom (England usw.) oder zum Beispiel "au" für Australien. Nur die USA haben eine Extra-Wurst: "com" für US-Wirtschaft, "gov" für US-Staatsorganisation oder "edu" für US-Bildungswesen (und noch zwei weitere).
    "www.whitehouse.gov" befindet sich also in den USA (wegen gov), genauer im Weißen Haus in Washington (muss man wissen) und dort gibt es einen Rechner namens "www".
    "www.vobis.de" befindet sich in Deutschland (de). In welcher Stadt Vobis zu Hause ist, weiß ich nicht, ich weiß aber, dass auch Vobis einen Rechner "www" genannt hat.

    Meine Site ist mein Zuhause, meine Domäne

    Nehmen wir an, die Wettenbergschule (WbS) will massiv im Internet vertreten sein. Dann beantragen wir einen Internet-Namen und hoffen, dass "WbS" oder "Wettenbergschule" noch nicht vergeben ist. Wenn wir diesen Namen genehmigt bekommen, können wir selbst weitere Namen für unsere Computer vergeben. ".de" liegt fest, weil wir in Deutschland sind, ".wbs" liegt fest, weil wir diesen Namen beantragt haben, die Computer selbst nennen wir zum Beispiel "Chef", "Lehrerzimmer" oder "PC07". Dann ergeben sich die Internet-Namen "chef.wbs.de" oder "pc07.wbs.de". Auf einem Computer wollen wir dann Dokumente für das Internet veröffentlichen - und dafür nimmt man aus Sicherheitsgründen immer ein eigenes Gerät. Diesen Computer, auf denen die Dokumente für das "World Wide Web" liegen, würden wir "www" nennen - weil das alle so machen. Für einen Internet-Benutzer "von außerhalb" würden unsere Veröffentlichungen also auf dem Rechner "www.wbs.de" liegen. SITE bezeichnet dann eher die Menge aller hier angebotenen Web-Seiten, DOMÄNE eher den Internetnamen "wbs.de"..

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    Web im "landläufigen" Verständnis: der Hypertext-Dienst HTML

    Das Internet boomt - wegen des Nutzens und wegen der leichten Bedienbarkeit beim "Surfen". Daher hat sich für alle "Neulinge" der Begriff Internet mit der Möglichkeit zu surfen zu einer Einheit verschmolzen. Texte mit Bildern und Hintergrundmusik zu haben, bei denen sich eine Auswahl treffen läßt - ein weiterer Text, ein zusätzliches Bild oder ein Video - und dies auf dem Bildschirm holen lässt, nennt sich Hypertext. Denn es liegt kein geschlossener Text vor, sondern er hängt ab von der Reihenfolge der Text-Teile, die geladen werden - eine persönliche Zusammenstellung und Auswahl.
    HTML ist das Hypertext-System des Internet, ein völlig anderes ist z.B. die Windows-Hilfe. Gemeinsam haben sie aber die "unterstrichenen Stellen", die man anklicken kann, um zusätzliche Informationen auf den Bildschirm zu holen.

    Diese Internet-Seiten "können" immer mehr. Die Seitenbeschreibungs-Sprache HTML (HyperText Markup Language - Befehle, die "unsichtbar" im Text stehen) wird immer umfangreicher... Tabellen zu definieren, Texte in verschiedenen Fenstern gleichzeitig anzuzeigen (sogenannte Frames), Bilder und bewegte Bilder (Animationen) darzustellen - all das ist in der letzten Zeit erst hinzugekommen. Auch Nachrichten zu versenden ist möglich: Formulare ausfüllen und die Angaben abzuschicken, eine Anfrage an eine Datenbank zu senden und das Ergebnis automatisch wieder als HTML-Seite vorliegen zu haben - das ist eigentlich nicht selbstverständlich.

    Auch von den anderen Diensten im Internet werden immer mehr Funktionen durch die HTML-Seiten übernommen. Ein Link, der nicht auf einen Text, sondern auf eine Programmdatei zeigt, schaltet vom Übertragen von Texten um auf das Übertragen von beliebigen Dateien, ohne dass der Benutzer etwas merkt, und speichert die Datei auf die Festplatte. Dass dabei zum Teil andere Protokolle für die Übertragung verwendet werden müssen, bemerkt der Benutzer ebenfalls nicht mehr.

    Weitere Möglichkeiten des Internet spielen für den "normalen" Benutzer kaum eine Rolle: Telnet für die Fernbedienung anderer Computer über das Internet, Tunneling-Protokoll für die abgesicherte Verbindung zwischen zwei Unternehmens-Teilen und vieles mehr.

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    Orientierung im Web - Suchmaschinen und Kataloge

    Wer ohne Anleitung zum ersten Mal im Internet landet - der fühlt sich leicht wie ein hessisches Dorfkind allein in New York. Dort gibt es alles - von Elendsvierteln und gefährlichen Parks bis zu anspruchvollsten Kulturangeboten und interessanten Begegnungsstätten. Aber wie finden?

    Von der Kunstausstellung in Frankfurt liest man in der Zeitung, eine gute Buchhandlung empfehlen Freunde und Restaurants probiert man aus - die zugehörigen Adressen bekommt man gezeigt oder sucht sie im Stadtplan.
    Im Internet ist dies durchaus vergleichbar. Adressen, in Zeitschriften gelesen oder von Bekannten empfohlen - das sind wohl die häufigsten Anlaufstellen im Internet, von denen man meist zufrieden zurückkehrt: Der Besuch im Internet war interessant und informaitv.

    Kataloge

    Daneben existieren aber mehr oder weniger gut gepflegt Kataloge. Das sind Themenverzeichnisse wie "Bildung, Wirtschaft ...", bei denen man je nach Interesse auswählen kann und genauere Unterteilungen bis hin zu Dokumenten zum gewählten Thema erhält. Dies erfordert fleißige Menschen, die sich Adressen anschauen und in ihre Themenkataloge aufnehmen oder als nicht tauglich verwerfen. Ihre Qualität ist deshalb sehr unterschiedlich und ihr Umfang nicht annähernd vollständig. Solche Kataloge empfehlen sich, wenn man "sich mal umschauen will" - wie bei einem Schaufensterbummel kann man Stunden verbringen, vieles entdecken oder nichts finden. www.dino-online.de bietet einen solchen Katalog, der sehr zu empfehlen ist.

    Suchmaschinen

    Wer gezielter zu einem Thema sucht und keine empfohlene Adresse mitbringt, hat die Möglichkeit, eine Suchmaschine zu benutzen. Einfach gesagt durchsucht eine solche Maschine alle HTML-Seiten, ob dieser Begriff enthalten ist - unglaublich, aber wahr. Natürlich würde das zu lange dauern - dahinter steckt ein kompliziertes System, mit dem Tag und Nacht und rund um die Uhr Texte geladen, nach ihren Wörtern sortiert und die zugehörigen Adressen abgespeichert werden.
    www.altavista.com ist eine der mächtigsten Suchmaschinen im Netz. Nachdem ich meine eigenen Internet-Seiten ins Netz gestellt hatte, gab ich drei Wochen später den Suchbegriff "Planetenlehrpfad" ein. Diese Maschine, auf der anderen Seite des Atlantiks, gab mir fünf Dokument-Adressen aus, drei davon waren meine Seiten mit der Broschüre über den Marburger Planetenlehrpfad.

    Wahl des Suchbegriffs

    Dabei muss die Wahl des Suchbegriffs gelernt werden. Wer zum Beispiel einen Text wie diesen hier sucht, in dem das Internet mal etwas verständlicher als von Technik-Freaks erklärt werden soll, der muss schon sehr geschickt in der Auswahl von Suchbegriffen sein. Denn eins ist wohl klar: "Internet" als Suchbegriff würde so viele Dokumente liefern, das Wort "Internet" ist in so vielen Texten enthalten - dass man genauso schlau ist wie vorher.

    Das Auswählen von Begriffen und Formulierungen, die in einem unbekannten Text über das gesuchte Thema enthalten sind, die möglichen Kombinationen von Begriffen durch "und" oder "oder" - dies erfordert viel Erfahrung, bevor man allgemein darüber sprechen kann. Aber genau dies ist auch eine neue Fähigkeit, die erlernt und gelehrt werden muss. Es gibt viel zu tun - lassen wir's ruhn.

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