Stil und Gestaltung von Web-Seiten

Eigener Stil für neues Medium

Das Internet bringt Informationen über den Bildschirm des Computers - nicht über das Papier; mit seinem Hauptdienst, den HTML-Seiten oder auch Word-Wide-Web. Dieses neue Medium erfordert einen eigenen Stil, nicht nur in der optischen Gestaltung, sondern auch im sprachlichen und logischen Aufbau.

Im Word-Wide-Web wird oberflächlich und schnell gelesen. Dies hat im wesentlichen zwei Ursachen. Zum einen sitzen dem Leser die Verbindungsgebühren im Nacken - oder der allgemeine Stress und Zeitdruck der heutigen Gesellschaft. Zum anderen befindet er sich auf der Suche nach Informationen und beurteilt blitzschnell, ob ihn diese Seite auf seinem Weg weiterführt, ob sie bereits das Gesuchte enthält oder ob er umkehren muss. Außerdem ist das Lesen auf dem Bildschirm anstrengender als auf dem Papier.

Eine gute Mischung aus Bild, großem Text und kleinem Text ist bei Web-Seiten anzustreben. Vom Medium her ist nämlich eine Internet-Information nicht mit dem Buch vergleichbar, sondern eher mit einem Journal, bei dem jede Seite während des Durchblätterns um Aufmerksamkeit kämpfen muss - oder mit einer Wandzeitung, die durch Bild und Symbol und durch Überschriften, die von weitem lesbar sind, Interesse weckt und zum Nähertreten einlädt.

Sowohl die Gestaltung des Textes als auch die Aufteilung des Bildschirms muss also auf diese Eigenheiten des Mediums Rücksicht nehmen