Ich lag im Bett und war alleine Zuhause. Es war ziemlich dunkel, nur der Mond schien durch die Ritzen vom Rolladen. Erschrocken zuckte ich zusammen, als die Kuckucksuhr 12 Uhr schlug. Ich drehte mich zur Seite und hörte ein seltsames Geräusch.
Ängstlich setzte ich mich auf die Bettkante, doch das Klopfen hörte nicht auf. Waren das Geister oder Einbrecher? Mutig stand ich auf und ging zur Tür. Das Klopfen hörte auch nicht auf als ich langsam die Zimmertür öffnete. Im Flur blieb ich stehen und hörte dem gleichmäßigen Geräusch zu. Es kam aus dem Bad. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter als ich vor der Badezimmertür stand. Sollte ich sie öffnen? Doch die Angst war so groß, daß ich erst einmal durchs Schlüsselloch guckte. Es war so dunkel, daß ich nichts erkennen konnte. Da das Geräusch aber nicht aufhörte, drückte ich auf den Lichtschalter und wartete gespannt, was passiert. Doch es geschah nichts. Dann drückte ich langsam auf den Türgriff. Mit jedem kleinen Millimeter, wo ich die Tür öffnete, wurde das seltsame Geräusch lauter. Ich biß mir auf die Zähne und riß die Tür auf. Doch hier waren keine Einbrecher und auch keine Geister. Als ich mich umschaute sah ich den tropfenden Wasserhahn. Ich drehte ihn richtig zu und legte mich erleichtert ins Bett. I
ch war noch nicht richtig eingeschlafen, da hörte ich eine tiefe Männerstimme rufen: "Wo ist denn der kleine Teufelsbraten?" Ich verkroch mich unter die Bettdecke. Da hörte ich wie die Tür geöffnet wurde. Ein großer dicker Mann kam herein und hielt ein saftiges Brathähnchen in der Hand. Als er mich damit schlagen wollte, hörte ich einen Schuß. Ich schrie so laut ich konnte um Hilfe. Da hörte ich eine liebliche Stimme: "Daniela was ist denn los?" Erst jetzt merkte ich, daß ich aus dem Bett gefallen war und alles nur geträumt hatte.
Daniela Haas